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Verstopfung als Begleiterscheinung

Grundsätzlich gibt es auch Krankheiten, die mit einer Verstopfung einhergehen können. Tritt beispielsweise eine Verstopfung sehr plötzlich auf, kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder auch ein Darmverschluss die Ursache sein. Hält die Verstopfung länger an oder treten beim Stuhlgang vermehrt Schmerzen auf, könnten Verdauungsprobleme mit einer Stoffwechselstörung oder mit Hämorrhoiden einhergehen. Es kommen dann jeweils typische Begleitsymptome hinzu. Sprechen Sie dann mit einem Arzt über die Behandlungsmöglichkeiten.

Verstopfung als Symptom eines Reizdarmsyndroms

Etwa jeder fünfte Deutsche ist vom Reizdarmsyndrom betroffen. Da bei weitem nicht alle Betroffenen mit ihrem Problem direkt zum Arzt gehen, ist die tatsächliche Verbreitung vermutlich noch höher. Die häufigsten Symptome sind Bauchschmerzen, ein aufgeblähter Bauch, Blähungen oder abwechselnde Schübe von Verstopfung und Durchfall.

Machen Sie doch gleich hier den Test:

  1. Es bestehen chronische d.h. länger als drei Monate anhaltende Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen), die mit Stuhlgangsveränderungen einhergehen.
  2. Die Beschwerden sind so ausgeprägt, dass die Lebensqualität relevant beeinträchtigt wird.
  3. Es liegen keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen vor, welche für die Symptome verantwortlich sein könnten.

Vermutlich liegt bei Ihnen ein Reizdarmsyndrom vor, wenn alle 3 Punkte erfüllt werden. Es ist immer hilfreich, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Bringen Sie ihm Ihre Ergebnisse für das Patientengespräch mit.

Verdauungsprobleme als Begleiterscheinung einer Depression

Dass Verdauung und Psyche eng miteinander verknüpft sind, ist schon lange bekannt. Ausdrücke wie „vor Angst die Hose voll“ oder „Wut im Bauch“ zu haben gehen auf das seit langem bestehende Wissen um den Zusammenhang von Befinden und Verdauungsaktivität zurück und haben sich fest im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Da überrascht es wenig, dass Menschen mit psychischen Leiden auch häufig von Verdauungsproblemen betroffen sind. Verstopfung kann ein erstes Anzeichen und ein Symptom für Depression sein. Etwa jeder Dritte von Depression Betroffene leidet zusätzlich unter Verstopfung.

Verstopfung durch organische Darmerkrankungen

Verschiedene Darmerkrankungen können zu Verstopfung oder Schmerzen beim Stuhlgang führen, so zum Beispiel Darmausstülpungen (Divertikel), entzündete Darmausstülpungen (Divertikulitis), die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, ein Herausrutschen des Mastdarms aus dem After (Rektumprolaps) oder Darmkrebs.

Verstopfung durch Nervenstörungen

Erkrankungen wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Parkinson oder Multiple Sklerose können Nervenstörungen verursachen, die eine Verstopfung nach sich ziehen.

Verstopfung durch Hormonstörungen

Verstopfung kann auch die Folge von Hormonstörungen sein, wie sie etwa bei Schilddrüsenunterfunktion, einer Überfunktion der Nebenschilddrüse oder Diabetes auftreten.

Weitere Erkrankungen, die häufig mit einer Verstopfung einhergehen können

  • Mangelernährung, Vitaminmangel
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr (Dehydration)
  • Bewegungsarmut des Bauches durch Abschwächung der Zwerchfellatmung
  • Abschwächung der Rumpfmuskulatur
  • Von der Wirbelsäule herrührende Reizzustände
  • Psychische Beeinflussung
  • Nach Bauchoperation mit Störung des Reflexspiels oder durch Verwachsungen
  • Fettansammlung oder Lymphstauungen im Bauchraum
  • Nervenschädigung (Alkohol, Nikotin, Drogen)
  • Chronische Entzündung z. B. Dickdarmentzündung, Eierstockentzündung, Gallenblasenentzündung

Verstopfung verstehen