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Symptome – Wie erkenne ich eine Verstopfung?

Nur die wenigsten reden offen über ihre Verdauung und schon gar nicht über damit zusammenhängende Probleme. Dabei leiden allein in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen an Darmträgheit, unregelmäßiger Verdauung oder Verstopfung. Ab wann spricht man überhaupt von einer Verstopfung? Die Symptome einer Verstopfung und was diese im Einzelnen bedeuten, das ist hier zusammengestellt.

Harter oder trockener Stuhl

Trotz heftigem und teilweise schmerzhaftem Pressen auf der Toilette, stellt sich ein Gefühl der unvollständigen Entleerung ein. Dies ist ein häufiges Symptom einer Verstopfung. Das Ergebnis des Toilettengangs ist dann in der Regel eine ungewöhnlich kleine Menge trockenen und harten Stuhls.

Unwohlsein

Eine Verstopfung beeinflusst nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Psyche. Denn wer verstopft ist, ist einfach schlechter drauf. Die Hose zwickt, der Bauch drückt, man fühlt sich aufgebläht und nicht wohl in seiner Haut. Und das beeinflusst den Alltag massiv. Die üblichen Freizeitaktivitäten machen einfach weniger Spaß – sei es der Sport oder ein Treffen mit Freunden. So ziehen sich Menschen, die von Verstopfung betroffen sind, häufig zurück. Und das macht das Unwohlsein noch viel schlimmer. Denn Freude in der Freizeit ist ein wichtiger Erholungs- und Entspannungsfaktor!

Unbehagen oder Schmerzen beim Stuhlgang

Der Stuhl besteht zu großen Teilen aus abgestoßener Darmschleimhaut, Schleim, Bakterien, unverdauten Nahrungsresten und Wasser. Er hat im Normalfall eine eher weiche bis mittelharte Konsistenz. Bei Verstopfung ist der Kot jedoch meist sehr hart und trocken – der Betroffene muss stark und häufig unter Schmerzen pressen, um den Stuhl zu entleeren. Dies kann kleine Risse in der Darmschleimhaut und der Schleimhaut des Afters begünstigen. Diese kleinen Risse, sogenannte Analfissuren, können brennende und stechende Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Auch Verletzungen und Entzündungen der Darmschleimhaut, Hämorrhoiden oder ein Gefäßverschluss einer Analvene können der Grund für derartige Schmerzen sein. In manchen Fällen führt auch sehr scharfes Essen im „Abgang“ zu einem Brennen beim Stuhlgang. Wesentlich seltener hängen die Schmerzen beim Stuhlgang mit einer bösartigen Geschwulst zusammen (etwa bei Enddarmkrebs).

Blut im Stuhl

Wer beim Blick in die Kloschüssel Blut im Stuhl entdeckt, erschreckt sich meist. Mitunter kommen böse Gedanken an schwere Erkrankungen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder Darmkrebs auf – doch es gibt zahlreiche und darunter viel harmlosere Ursachen, wie z.B. Hämorrhoiden oder kleine Verletzungen im After. Sofern nicht bereits bekannt ist, woher das Blut im Stuhl stammt – etwa bei einem bekannten Hämorrhoidalleiden –, sollte man ärztlich abklären lassen, wie es zum Blut im Stuhlgang kommt.

Aufgeblähter Bauch

Viele Menschen leiden zusätzlich zu einer Verstopfung von Zeit zu Zeit unter einem Blähbauch, häufig in Verbindung mit Begleiterscheinungen wie Spannungs- und Völlegefühl, Schmerzen im Ober- und Unterbauch. Häufig tritt der Blähbauch besonders stark am Nachmittag oder Abend auf und ist auch von außen sichtbar. Ein aufgeblähter Bauch steht dabei nicht immer in direktem Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme, sondern kann vielfältige Ursachen haben, wie zum Beispiel entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt oder ein Mangel an Bewegung. Neben der Schulmedizin bietet auch die Naturheilkunde bei einem aufgeblähten Bauch zahlreiche alternative Behandlungsmethoden wie z.B. Tees mit Kümmel, Anis, Rosmarin und Fenchel.

Unregelmäßiger Stuhlgang

Wie so oft im Leben sollte man auch hier seinem eigenen Rhythmus folgen. Als Faustregel gilt: Von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich Stuhlgang gilt alles als gesund und normal. Erst weniger als drei Stuhlgänge in der Woche, meist begleitet von weiteren Beschwerden, gelten aus medizinischer Sicht als Verstopfung.

Appetitlosigkeit

Auch Appetitlosigkeit tritt häufig in Zusammenhang mit einer Verstopfung auf. Sie essen weniger als zuvor und haben die meiste Zeit auch kein Verlangen nach den Dingen, die Sie normalerweise gerne essen. Normal ist das nicht! Sollte die Appetitlosigkeit länger anhalten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber. Dabei wird er Sie sicher auch nach Ihrem Stuhlgang fragen.

WICHTIG:

Wenn Sie Fieber oder starke Schmerzen haben oder die oben aufgelisteten Symptome länger anhalten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Verstopfung verstehen