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Harter Stuhlgang – Anzeichen einer Verstopfung

Harter Stuhlgang – Anzeichen einer Verstopfung

Zählt zu einer Verstopfung „nur“ nicht zur Toilette zu können? Oder gibt es noch andere Anzeichen?

Lange galt für die Beurteilung eines „normalen“ Stuhlgangs nur das „wie oft“, also die Häufigkeit der Stuhlentleerung (= Stuhlfrequenz) als Maß aller Dinge.

Aber ganz so einfach ist das nicht. Denn selbst bei mehreren Stuhlgängen pro Tag kann eine Verstopfung vorliegen. Speziell bei Menschen, die von hartem, trockenem Stuhlgang betroffen sind, ist es nämlich gar nicht ungewöhnlich, dass dieser oft nur sehr schwer, mit starkem Pressen und in mehreren Anläufen über den Tag verteilt, ausgeschieden werden kann.
Das heißt: Nicht nur die Häufigkeit des Stuhlgangs liefert wichtige Anhaltspunkt über die Darmgesundheit. Auch Beschwerden wie ein harter, trockener Stuhl, Pressen und eventuell sogar Schmerzen beim Toilettengang, können Anzeichen für einen trägen Darm sein.

Häufigkeit, Farbe, Form – wann ist der Stuhlgang normal?

Harter, trockener Stuhl ist in der Regel die Folge eines verlangsamten Darmtransits, also der Durchgangszeit der Nahrung durch den Verdauungstrakt. Doch wann ist der Stuhl nicht normal? Auskunft darüber kann die Bristol-Stuhlformen-Skala geben, die über die Stuhlkonsistenz und das Aussehen des Stuhlgangs auch Rückschlüsse auf die Transitzeit im Darm zulässt.3 Mit dieser Skala kann die Stuhlkonsistenz als ‚normal’ (Typ 3, 4, 5), ‚zu weich’ (Typ 6, 7) oder ‚zu hart’ (Typ 1, 2) bewertet werden. Auch die Farbe kann Auskunft über das Geschehen in unserem Darm geben: Als gesund gilt alles, was braun bis gelbbraun ist. Ein Grünstich etwa kann nach dem Genuss von Spinat auftreten. Schwarze oder rote Verfärbungen hingegen können – müssen aber nicht zwangsläufig – ein Indikator für Blut im Stuhl sein. Dann gilt: Ab zum Arzt.

3 Lewis SJ, Heaton KW. Stool form scale as a useful guide to intestinal transit time. Scand J Gastroenterol 1997; 32: 920–924

Verstopfung verstehen